Mittwoch, 7. Dezember 2016

[Rezension] Die Assistentinnen - Camille Perri



Die Assistentinnen – Camille Perri
(Paperback, Rezensionsexemplar)


Verlag: LYX

Der Inhalt:
Weiter nach den Regeln spielen oder endlich auch ein Stück vom Kuchen abbekommen? Vor dieser Entscheidung steht Tina Fontana, die als Assistentin für Robert Barlow, den übermächtigen CEO eines internationalen Medienkonglomerats, arbeitet. Ihr Gehalt reicht kaum für ein Leben in New York, geschweige denn dafür, ihren Studienkredit abzubezahlen. Nach sechs Jahren, in denen die 30-Jährige ihrem Boss Tische in Restaurants reserviert hat, die sie sich nicht leisten kann, und ihm Drinks aus Flaschen ausgeschenkt hat, die mehr als ihre Miete kosten, steckt ihre Karriere in einer Sackgasse. Ein Fehler bei der Spesenabrechnung eröffnet Tina die Chance, ihre Schulden auf einen Schlag zu tilgen. Eine Summe, die für sie die Welt bedeutet, für ihren Chef aber nur Taschengeld ist. Ihre Entscheidung setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben der vielen überqualifizierten und unterbezahlten jungen Frauen der Stadt verändern wird ...
(Klappentext)


Lieblingszitat:
„Ich fühle mich wie Gott, oder so wie Gott sich meiner Vorstellung fühlen müsste, wenn er, um Dampf abzulassen, auf seinem iPad durch das Schicksal der Menschen scrollte wie eine alte Dame am einarmigen Banditen in Las Vegas.“
(Die Assistentinnen von Camille Perri, Seite 219)


Das Fazit:
Ich habe das Buch die Assistentinnen als Rezensionsexemplar erhalten, indem ich mich darauf beworben habe. Ich habe mich sehr gefreut, als ich es dann in den Händen hielt, denn der Klappentext hatte mich total angesprochen, das Thema des Buches scheint mir außerdem immer sehr aktuell zu sein! Denn auch wir in Deutschland stehen in der Situation:
Die Hochschulen sind übervoll, weil sich heute nur wenige Abiturienten mit einer Berufsausbildung zufrieden geben. Es soll mindestens der Bachelor werden, lieber noch der Master und diese werden durch Nebenjobs, die Eltern aber eben auch Bafög und Studienkredite finanziert. Wir investieren in unsere Zukunft, denn wenn man dann das Große Los zeiht, hat man nach dem Abschluss von der Uni oder Hochschule einen tollen Job und verdient genug Geld um alles wieder zurück zu zahlen. Aber das die anderen tausend Studenten genauso denken, das blendet man lieber aus. Am Ende vom Bewerbungsmarathon bekommt man zu hören:
„Sie sind überqualifiziert.“ oder „Wir nehmen Sie gerne, aber den Job gibt es nur mit dem und dem Gehalt.“ Natürlich sagen die Frischlinge von der Uni alles ist besser als Satz Nummer eins und nehmen den Job, der eine unterirdische Bezahlung hat.
Und um diese grundlegende Thematik dreht sich das Buch. Um die Arbeits- und Erfahrungshungrigen, die ausgenutzt werden und eigentlich viel mehr auf dem Kasten haben (und Diplome, die es beweisen…).
Das Buch spricht ein Thema auf amüsante und etwas plakative Art und Weise an. Doch dadurch kann jeder die Botschaft auch verstehen:
Bekomm den Arsch hoch, trau dir mehr zu und fordere ein was dir zu steht.“
Und das ist nicht auf diese egoistische, Einzelkämpfer Art gemeint, sondern auf die nimm so viele Gleichgesinnte/Leidengenossen mit wie es geht.
Meiner Meinung nach ist das kein Buch, dass man einfach liest und anschließend denkt – „Super“, sondern es bringt einen dazu in sich hinein zu lächeln und die Protagonistin zu beglückwünschen und vielleicht ein neues Vorbild gefunden zu haben
Tina Fontana.


Die Wertung:
Ich kann dem Buch 5 von 5 Punkten geben und jedem empfehlen, der mal wieder Lust hat von seiner eigenen Karriere zu träumen und zu erkennen, da geht noch was.



(06.12.2016)

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