Sonntag, 26. Februar 2017

[Rezension] Auseinandergelebt - Florian C. Booktian



Auseinandergelebt
von Florian C. Booktian
(eBook, Rezensionsexemplar)


Der Inhalt:
Leon hatte eine harte Nacht. Er wurde bedroht, bestohlen und wäre beinahe verbrannt. Im Morgengrauen kommt er nach Hause und sieht sich mit seiner Freundin Carina konfrontiert. Ihre Beziehung steht kurz vor dem Aus, denn mit den Jahren hat sich eine Distanz zwischen den beiden aufgebaut. Sie haben sich auseinandergelebt.
Leon unternimmt alles ihm Erdenkliche, um sie zurückzugewinnen, und geht dabei so manches verrücktes Wagnis ein. Dabei muss er viel mehr überwinden als seine eigene Unfähigkeit, wenn es ums Zuhören geht. Die Konsequenzen der letzten jahre brechen mit Gewalt über das Paar herein. Dazu kommen Leons frisch aus dem Gefängnis entlassener Freund Otis und Carinas impulsive Schwester Bea, die sich als Trickbetrügerin einige Feinde gemacht hat.
(Klappentext)

Lieblingszitat:
„»Ein Sarg in der Größe würde der Stadt zu viele Kosten auferlegen, und wir müssen sparen, wo wir können.«
»Wieso?«, fragte Otis plump, »ist die Stadt denn pleite?«
»Nein«, sagte Buhle, »sie ist schwäbisch. Wir sparen nicht, weil wir es müssen, sondern weil wir es besonders gut können.«“
(„Auseinandergelebt“ von Florian C. Booktian, Seite 267)

Das Fazit:
Also, wenn ein Autor eine Danksagung wie diese schreibt, ist es mir eigentlich gar nicht mehr möglich Kritik an seinem Buch zu üben. Ich tue jetzt mal so, als hätte ich Florian C. Booktians Danksagung nicht gelesen.
Natürlich beginne ich mit einigen der vielen gelungenen Aspekten dieses Buches.
Die Grundidee, dass sich ein Paar mit den Jahren auseinandergelebt hat und verschiedene Widrigkeiten bestehen muss, finde ich toll. An dieser Stelle, möchte ich auch anmerken, der Klappentext passt 100 %ig mit dem Inhalt des Buches überein, was da steht bekommt man auch. Das finde ich super!
Außerdem mochte ich Carina mega gern. Sie ist eine starke Frau, die sich von niemanden auf der Nase herumtanzen lässt. Wie nennt man das nochmal?... Achja, liebevolle Strenge. Carina ist die personifizierte liebevolle Strenge.
Leon ist dagegen ein liebenswerter Schlaffi. Irgendwie steht sich der Junge ständig selbst im Weg, was mich etwas genervt hat.
Otis fand ich tausendmal sympathischer als Leon. Er ist klug, schlagfertig und hat ansonsten auch einen netten Charakter.
Die Widersacher in dieser Geschichte fand ich gut gelungen. Die beiden konnten mich sehr überzeugen.
Desweiteren fand ich das stramme Tempo des Buches sehr gut, es war sehr mitreißend, was natürlich auch in den Cliffhangern lag, die man an fast jedem Kapitelende finden konnte. Clever gemacht Herr Booktian.
Aber wie gesagt, nicht alles ist gold, was glänzt… Nicht so besonders fand ich die Vorhersehbarkeit des Buches. Die Handlung folgte einem Schema, was dann in dem typischen „Abspann“ endete. An dieser Stelle dann doch sehr schade.

Die Wertung:
Ein lustiges Buch, das mich einen Nachmittag gut unterhalten konnte. Das etwas unrealistische hat mich dann doch gestört und auch die hier und da auftretenden kleinen Fehler (z.B. sagt auf einmal ein Charakter etwas, der überhaupt nicht in der Szene vorkommt). Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.

(08.02.2017)

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