Mittwoch, 1. März 2017

[Rezension] Die verlorene Spuren - Kate Morton



Die verlorenen Spuren
von Kate Morton
(gebunden Ausgabe)

Verlag: Diana

Der Inhalt:
England, Greenacres Farm 1961: Während einer Familienfeier am Flussufer beobachtet die junge Laurel, wie ein Fremder das Grundstück betritt und ihre Mutter aufsucht. Kurz darauf ist der idyllische Frieden des Ortes jäh zerstört. Erst fünfzig Jahre später gesteht sich Laurel beim Anblick eines alten Fotos ein, dass sie damals Zeugin eines Verbrechens wurde. Doch was genau geschah an jenem lang zurückliegenden Sommertag?
(Klappentext)

Lieblingszitat:
„Natürlich hatte Laurel Harry Potter gelesen und war ebenso empfänglich für den Charme alter Gebäude wie jedermann, aber die Öffnungszeiten der Bibliothek war begrenzt, Katy Ellis‘ Briefe waren in Reichweite. Jede weitere Plauderei über Architektur oder Literatur wäre für sie zur Qual geworden. Sie lächelte gespielt verständnislos (Hogwarts?), worauf er mitleidig nickte (Muggel), dann kamen sie zur Sache.“
("Die verlorenen Spuren" von Kate Morton, Seite 439)

Das Fazit:
Nachdem mir „Das Seehaus“ so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt ein weiteres Kate Morton Buch lesen und da habe ich auf einem Büchermarkt zu diesem Exemplar gegriffen und war schon ganz gespannt, ob mich eine ähnliche/gleiche Geschichte erwartet oder ich von der Autorin überrascht werde. Tja und das wurde ich.
Der Aufbau der Geschichte um Laurel und ihre Mutter Dorothy ist der im Seehaus sehr ähnlich. Die Geschichte spielt in zwei unterschiedlichen Zeiten (2011 und zweiter Weltkrieg), ein gruseliges Familiengeheimnis, eine große Familie und noch einiges mehr. Aber das fand ich während des Lesens überhaupt nicht schlimm.
Laurels vertrackte Familiengeschichte hat mich circa ab Seite 100 total gepackt. Dann hatte ich noch 500 Seiten sehr spannende Seiten vor mir. Mir haben die Abschnitte am besten gefallen, die aus der Sicht der Mutter in der Vergangenheit geschrieben wurden. Ich weiß auch nicht warum, doch in letzter Zeit finde ich meist, die Rückblenden in Büchern super.
Allerdings fand ich Dorothy nicht besonders sympathisch. Sie hat definitiv eine Schraube locker. Aber auf eine sehr unberechenbare und überraschende Art. Die Autorin hat mit Dorothy einen sehr vielschichtigen Charakter geschaffen, den ich trotz der Antipathie toll fand. Ihr Tochter Laurel war ganz in Ordnung. Sie ist eine erfolgreiche Schauspielerin, die sich total in die Findung der Wahrheit verbissen hat, zum Glück, denn sonst wäre ganz bestimmt nicht mein Lieblingscharakter weiter in den Mittelpunkt gerückt worden. Nämlich den jüngsten der Familie Gerry. Er ist genial und auch wenn er wirklich nicht oft einen Auftritt in den Geschehnissen hatte, fand ich ihn sympathisch von der Autorin charakterisiert. Jemand den man einfach ins Herz schließen muss!
In diesem Buch bin ich auch erst 50 Seiten vor Ende des Buches auf die Lösung des Rätsels gekommen, was für mich mal wieder ein kleiner Triumph war.

Die Wertung:
Laurel hat mir als Hauptcharakter nicht so gut gefallen. Mir wäre Gerry lieber gewesen. Dagegen finde ich Dorothy klasse charakterisiert und die Auflösung genial. Und um nochmal ein bisschen was oberflächliches anzumerken, Das Cover ist nicht besonders gelungen. Mit allem Drum und Dran sind das 4 von 5 Punkten. Bestimmt nicht da letzte Kate Morton Buch in meiner Sammlung.

(10.10.2016)

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